Eiswinter

Eiswinter 2Eine wunderbare Geschichte. Traurig, zugleich auch ein Beweis für eine starke und tiefe Liebe zweier Menschen, eine Liebe die selbst durch den Tod nicht beendet ist. Die Autorin hat es verstanden die wie sie selbst sagt dünne Fakten mit sehr viel Feingefühl, Dramatik und in einer gelungenen Schreibweise, zu einem prallgefüllten Roman zu bringen. Überraschend die Erkenntnis,      Rassendiskriminierung ist nicht nur ein Problem der heutigen Zeit. Christian Gottlieb der Mohr war bei der Plöner Bürgerschaft gelitten, solang er sich mit ihnen nicht auf die vermeintlich gleiche Stufe stellen wollte. Durch die Heirat mit der Ratstochter Gesche wurde aber klar, dass man ihn anerkennen musste. Und dies wollte keiner der so honoren Bürger Plöns.
Auf der einen Seite die tiefe Liebe von Christian und Gesche zu einander und auf der andere, die Akzeptanz eines „Mohren“ als Ihresgleichen, sind die Eckpunkte dieses Romans. Die dann allen zum Trotz geschlossene Ehe, nur unter dem Schutz des Herzog Hans-Adolf zustande gekommen, wurde von der Familie der Braut und einigen anderen Plöner Ratsherren als großen Affront angesehen. Einige aus der Familie Gesches suchten aus Rache  den Ehefrieden zu stören. Dies gelang ihnen nicht, den Christian war von sonnigem Gemüt und glaubte fest an das Gute. Als dann seine heißgeliebte Tochter Dorothea plötzlich und unerwartet starb war er fassungslos. Am Tag der Beerdigung ritt er nach Plön und kam kurz vor seinem Ziel im Wald auf mysteriöse Weise ums Leben. Diese beiden Schicksalsschläge hat Gesche nie überwunden. Trotz einer baldigen Heirat mit Peter Gansberg wird sie ihres Lebens nicht mehr froh. Zwei Jahre nach Christians Tod und nach der Geburt ihres zweiten Gansberg-Kindes stirb sie an gebrochenem Herzen…

Mein Fazit, diese wahre Geschichte aus dem 17.Jh. unbedingt lesen!