Berlin

Berlin ist immer eine Reise wert, das dachten wir uns auch und fuhren, per Reisebus, für ein paar Tage in die Bundeshauptstadt....

Berlin, ist seit der Wende 1989/90 wieder Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und zu gleich eine der drei Stadtstaaten und mit ca. 3,4 Mio Ew die größte deutsche Stadt. Die wechselvolle Geschichte Berlins geht weit bis in die Anfänge des 13.Jh. zurück. Mal wurde sie von den  Askaniern, Wittelsbachern, Luxemburgern, ab 1415  von den Hohenzollern, die ab 1701 auch Könige von Preußen waren,  regiert. Als  längste Regierungszeit,   von 1701-bis 1871,  war die Stadt Hauptstadt des Königreich Preußens.  Unter Otto von Bismarck wurde 1871 das Deutsche Reich und Kaiserreich ausgerufen und Berlin gelangte wiederum zur Hauptstadt des kleindeutschen Nationalstaats.  Diese Zeit ab 1871 ist als Gründerzeit bekannt,  in deren Folge Berlin zur Weltstadt aufstieg und die bereits 1877 die Millionen-Einwohner-Grenze überschritt. In dieser mehr als 40 Jahre andauernden Zeit gelangte Berlin zur Blüte und Wohlstand etablierte sich. Mit Beginn des 1.Weltkriegs 1914 endete diese Zeit. Nach Beendigung dessen Ende wurde 1918 die Weimarer Republik in Berlin ausgerufen und die Stadt erlebte in den 20er Jahre eine Blütezeit in Kunst,Kultur und Wissenschaft, die später auch die "Goldenen Zwanziger" genannt wurden. Gleichzeitig begann der industrielle Aufstieg, der aber zum Ende der 20er Jahre bereits in Arbeitslosigkeit, Armut und Hungersnöte mündete. Dies bereitete den Nährboden für die NS-Diktatur. Mit der Machtergreifung 1933 gewann  Berlin politsche Bedeutung als Hauptstadt des Dritten Reiches. Dieses Kapitel Berliner Geschichte endete  mit der totalen Zerstörung der Stadt  und dem geleichzeitigen Ende des 2. Weltkrieges im Mai 1945. Danach begann für Berlin ein weiterer sehr schmerzhafter Prozess, die Stadt wurde geteilt. Die Siegermächte Russland,Großbritannien, Frankreich und Amerika teilten die Stadt in einzelne Zonen auf. Mit der Gründung zweier deutscher Staaten 1949, BRD und DDR, wurde diese Aufteilung der Stadt in West- und Ost-Berlin vollzogen. Der Ostsektor der Stadt, die russische Besatzungsarmee kontrollierte, wurde somit  zur Hauptstadt der DDR. West-Berlin, das   aus dem Zusammenschluß der britischen, amerikanischen und französischen Sektoren entstand, erhielt in der BRD einen Sonderstatus als de facto Bundesland Berlin. Die Teilung Berlins und Deutschlands erreichte im August 1961 ihren politischen Höhepunkt als mit dem Mauerbau begonnen wurde.   Seit der Wiedervereinigung vor nunmehr fast 25 Jahren wächst Berlin wieder zu einer Stadt zusammen und avanciert peu à peu seither neben vielen großen Städte dieser Erde zur Weltmetropole Berlin.


Potsdam, die alte Garnisonsstadt mit ihren einzigartigen Schloß- und Gartenanlagen ist meines Erachtens ein Muss, wenn es die Zeit bei einer Berlinreise zu lässt.

Potsdam, die Landsehauptstadt Brandenburgs und liegt südwestlich direkt vor den Toren Berlins. Sie ist die ehemalige Residenzstadt der Könige von Preußen und bekannt durch ihre historischen Vermächtnisse, nicht nur zur preussischen, sonder auch zu späteren Zeiten und hat heute ca. 160.000 Ew. Eine politische Bedeutung errang die Stadt nach dem Ende des 2.Weltkrieges durch die Potsdamer Konferrenz und das daraus resultierende Abkommen, bei dem die Neuordnung Deutschlands festgeschrieben wurde. Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm,  Mitte des 17.Jh., begann für Potsdam der Aufschwung. Er kaufte die verfeindeten Stadtgebiete auf und entschloss sich um 1660 die Stadt zu einer zweiten Residenzstadt, neben Berlin, auszubauen. Unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., wurde die Stadt ein wichtiger Garnisonsstandort.  Durch die daraus resultierende stark anwachsende Einwohnerzahl begann eine rege Bautätigkeit. Zeugen dieser Zeit sind St.Nikolai, die Heilig-Geist-Kirche und war bis zu ihrer Zerstörung, im April 1945,  die Garnisonskirche. Sein Sohn Friedrich Wilhelm II. der Große, als Reformer des preussischen Staats bekannt, beschloß Potsdam nun auch äußerlich das Bild einer Residenzstadt zu geben. Er veranlasste massive Um- und Ausbauten von Straßen und Plätzen. Bürgerhäuser bekamen neue Fassaden, Parks wurden umgestaltet. So auch das Gelände für den späteren Park Sanssouci. Ab 1745 wurde dort unter seinem Befehl die Sommerresidenz Schloß Sanssouci gebaut. Unter Friedrich Wilhelm III. blühte Potsdam zum Verwaltungssitz auf.  Politische Unruhen, die dann folgten, wurden häufig auf Potsdamer Boden ausgetragen. Der letzte preußische König und Kaiser, Wilhelm II. unterzeichnete in Potsdam (Neues Palais) 1914 die Kriegserklärung. Mit dem Ende des 1.Weltkrieges 1918  und dem Ende der Monarchie, verlor die Stadt endgültig den Status einer Residenzstadt. Aber auch die Zeit die danach folgte, ließ Potsdam geschichtlich nicht ins Abseits treten, die "Potsdamer Tage", die Reichstagssitzungen in der Garnisonskirche und schlußendlich das bereits erwähnte "Potsdamer Abkommen", hielten die Stadt immer wieder in Atem. Mit dem Bau der Mauer 1961 verlor Potsdam seinen direkten Anschluß an West-Berlin. Seit 1990 werden in der Stadt die  im Krieg zerstörte Gebäude successive wieder aufgebaut und eine Initiative bemüht sich ebenfalls um die Wiedererrichtung der Garnisonskirche, die eine wechselvolle politische Bedeutung hatte.